Ein kritischer Punkt: Smart Home als Einbruchmeldeanlage?


Ein kritischer und wichtiger Punkt ist die Frage, ob ein Smart Home System eine Einbruchmeldeanlage ersetzten kann.
Dies wird wohlmöglich in vielen Fällen missverstanden.


Smart-Home-Systeme können eine professionelle, zertifizierte Einbruchmeldeanlage (EMA) nach VdS- oder DIN-VDE-Standards in der Regel nicht ersetzen.


Es ist wichtig, zwischen "Smart Home Sicherheit" und einer "zertifizierten Einbruchmeldeanlage" zu unterscheiden. Ein Smart Home wird in erster Linie für den Konsumentenmarkt konzipiert. Sie sind oft benutzerfreundlich und kostengünstig, erfüllen aber in der Regel keine strengen Sicherheitsnormen wie die der VdS (Vertrauen durch Sicherheit) oder VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) für professionelle Alarmanlagen.


Smart-Home-Systeme nutzen Bewegungsmelder und Tür-/Fensterkontakte primär, um Komfort- und Informationsfunktionen zu realisieren. Das Licht geht an, wenn jemand den Raum betritt, oder Sie erhalten eine Benachrichtigung auf Ihr Smartphone, wenn ein Fenster geöffnet wird.


Smart-Home-Komponenten sind meist nicht auf einen hohen Sabotageschutz ausgelegt. Funkverbindungen können störanfälliger sein, die Stromversorgung ist oft nicht redundant und die Zentraleinheiten sind leichter zu manipulieren.


Der Rechtliche Aspekte liegt auf der Hand. Viele Versicherungen erkennen reine Smart-Home-Sicherheitssysteme unseres Wissens nach nicht als vollwertigen Einbruchschutz an, der zu Prämienrabatten führen kann oder bei einem Schaden greift.


Eine zertifizierte Einbruchmeldeanlage (EMA) ist speziell für den Schutz vor Einbruch und Überfall konzipiert. Sie muss höchste Anforderungen an Zuverlässigkeit, Sabotageschutz und Alarmierung erfüllen. Diese Anlagen sind nach strengen nationalen (z.B. VdS-Klassen A, B, C) und europäischen Normen (z.B. DIN EN 50131 in Graden 1 bis 4) zertifiziert. Die DIN VDE V 0826-1 behandelt die Kombination von Smart Home und Sicherheitstechnik und gibt hierfür klare Anforderungen vor.


Jede Komponente (Melder, Zentrale, Signalgeber) ist geprüft. Die Installation erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Fachbetriebe, die für die ordnungsgemäße Funktion und den Sabotageschutz bürgen.


Eine EMA hat definierte Alarmwege (z.B. auf eine Notruf- und Serviceleitstelle mit Interventionsdienst) und muss auch bei Stromausfall oder Manipulationsversuchen zuverlässig funktionieren.

Zertifizierte Systeme sind darauf ausgelegt, Falschalarme zu minimieren, da diese Kosten verursachen und die Glaubwürdigkeit des Systems untergraben.


Oftmals bieten Einbruchmeldeanlagen die Möglichkeit, externe Systeme dritter über potentialfreie Kontakte oder Netzwerkverbindungen anzubinden. Die EMA kann dann einen Status senden, dieser wird von der Smart Home Steuerung ausgewertet und führt zu weitere Aktionen.


Fazit dieses Blogbeitrags

Zusammenfassend hat dieser Beitrag die wesentlichen Unterschiede zwischen Smart-Home-Sicherheit und zertifizierten Einbruchmeldeanlagen beleuchtet. Wir haben den jeweiligen Standard, den Einsatzzweck, die jeweiligen Vor- und Nachteile sowie den rechtlichen Aspekt kurz angeschnitten.

Selbstverständlich können wir an dieser Stelle nicht für ein Versicherungsunternehmen sprechen. Bitte setzen Sie sich mit Ihrem Versicherungsmarkler in Verbindung, falls Sie den Wunsch haben, ein Smart-Home-Konzept ebenfalls als Einbruchmeldeanlage einzusetzen.

Bitte fragen Sie Ihren Versicherungsmarkler ebenfalls, ob die Versicherung eine bestimmte Smart-Home-Anlage anerkennt, wenn ein Hersteller seine Produkte als EMA-tauglich bewirbt.

Beleuchteter Holzhandlauf mit nach unten gerichteten LED-Strips – indirekte Ausleuchtung der Treppenstufen Farbe weiß

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